ASUS ROG Poseidon GTX 980

Praxis –  Temperatur – Lautstärke – Stromverbrauch

Diesen Teil haben wir in 3 Etappen getestet. Zuerst wurde die Karte in unseren Alltags-Tower – ein Bitfenix Ronin – eingebaut. Dann gab es den Temperaturtest. Abschließend musste die Karte durch einen Benchmark-Marathon.

 sys1

PCB+Kühler mit 285mm Länge sowie die extrem weit hinten liegenden Stromanschlüsse machen den Anschluss nicht so einfach wie z.B. bei einer deutlichen kleineren GTX 970 im Referenzdesign.
Die gedrehten Stromanschlüsse sind etwas hinderlich – bei all unseren Netzteilen waren die Stecker bereits in eine Richtung vorgebogen und das Zurückbiegen (gerade im Alltagssystem) war eine echte Geduldsarbeit.
Weiterhin sollte man in einem Gehäuse beim Einsatz der Wasserkühlung auf jeden Fall mit gewinkelten Anschlüssen arbeiten. Es bleibt nur damit genügend Platz zur Seitenwand – gerade Anschlüsse werden bei ganz wenigen Gehäusen passen.

3oc 1oc

Die subjektiv empfundene Lautstärke war im eingebauten Zustand für eine High-End-Karte ohne Wasserkühlung in Ordnung. Gelegentlich machte die Karte unter Last auf sich Aufmerksam. Die Lüfter gehen bei voller Auslastung auf bis zu 65%. Wieweit die Lüfter aufdrehen ist sehr abhängig von der Towerbelüftung, da die Lüfter die Wärme innerhalb des Gehäuse „umwälzen“. Hier machte sich ein deutlicher Unterschied zum offenen Bench-Aufbau bemerkbar, bei dem die Karte deutlich unauffälliger blieb, da sie stetig Frischluft bekam. Dementsprechend hoch fällt auch der Zugewinn bei Nutzung einer Wasserkühlung aus – selbst übertaktet bleibt man dann knapp unter 45°C.

temps water_idle

Die Temperatur (ohne Wasserkühlung) liegt dagegen bei bis zu 74°C – begleitet von deutlich hörbaren Lüftern. Übertaktung wirkt sich minimal auf die finale Temperatur aus, da man die Spannung kaum anheben kann / braucht um den maximalen Takt zu erreichen. Hier konnten wir nur einen Anstieg von einem Grad notieren (im offenen Aufbau).

 wateroc_load  air_furmark_stock

Die Aussage von 27°C besserer Kühlleistung auf der Rückseite der Verpackung (die eigentlich nur gegenüber dem Referenzkühler gilt), können wir also bestätigen. Der Hybridkühler schafft es erstaunlich gut die beiden Kühlmethoden miteinander zu vereinen.

Die Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera bei Guru3D verdeutlichen diesen Eindruck nochmals – auch die Spannungswandler profitieren vom Wasserkühler und das gesamte PCB bleibt für eine Karte dieser Art bemerkenswert kühl.

Stromverbrauch

Im zweiten Teil wurde die Karte auf ein „echtes“ Benchsystem gesteckt und der Idle- sowie (maximale) Lastverbrauch des gesamtes Systems unter 3D Mark FireStrike GT1 / Furmark gemessen.

sys2

Die GTX 580 bleibt wie zu erwarten der größte Stromverbraucher – allerdings nur wenn übertaktet. Die 780 Ti legt selbst unübertaktet einen enormen Stromhunger an den Tag. Die Performance hat an der Stelle ihren Preis.
Verglichen dazu ist die HD 7970 fast schon sparsam. In Sachen Leistung pro Watt bleibt die GTX 970 nur knapp Spitzenreiter. Die Poseidon verbraucht jedoch nur wenige Watt mehr und liefert dafür Bestwerte in allen Benchmarks.

verbrauch