Bitfenix Comrade vs. Shadow

Zwei Gehäuse mit unterschiedlichem Ansatz haben uns vor einiger Zeit von Bitfenix erreicht. Ein strahlend weißes Comrade, welches bereits für schmale 35€ den Besitzer wechselt sowie das fast doppelt so teure Shadow mit roter LED Beleuchtung. Letzteres muss sich eigentlich eher mit dem bereits getesteten Ronin messen. In diesem Test werden wir jedoch genau hinschauen, wo die Vorteile des preisintensiveren Gehäuse liegen und für wen es den Aufpreis wert ist.

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Danke an Caseking für die Bereitstellung der Samples!

Verpackung und Lieferumfang

In den Spezifikationen werden die ersten Unterschiede sichtbar. Die grundsätzlichen Features (3x 5.25 Zoll extern, SSD-Einschübe, NT unten) erfüllen alle Testobjekte. Verarbeitung und Details unterscheiden sich jedoch teils deutlich. Die Eigenschaften der  Gehäuse in der Übersicht:

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Das Comrade muss sich auf dem Papier mit einigen Features weniger begnügen – nur 2 USB Ports und 3x 3,5 Zoll Einschübe gegenüber den sonst üblichen 4 bzw. 6-7 scheinen auf den ersten Blick etwas wenig.
Das Zubehör ist bei beiden Gehäusen überschaubar. Es beschränkt sich jeweils auf ein minimalistisches Info-Heftchen und einen Beutel Schrauben im Inneren der Gehäuse.

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Verarbeitung und Aussehen

Das Comrade gibt es auch in Schwarz, dann wird es aber sehr unauffällig und von besonderer Optik kann man dann nicht mehr sprechen. Das weiß gibt dem Gehäuse ein gewisses Flair, kann aber nicht das recht leichte Blech des Korpus überdecken. Die Plastik-Front ohne die bei den höherwertigen Bitfenix-Gehäusen obligatorische Softouch-Oberfläche ist ebenfalls Opfer des niedrigen Preises – optisch in Ordnung, haptisch eher was für die Anspruchslosen.
Der Innenraum ist erfreulich hochwertig verarbeitet – lackiert, runde Kanten, werkzeuglose Einschübe – das hat man in dieser Preisklasse sehr selten. Die Slotbleche sind allerdings herausbrechbare Einwegware.

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Das Shadow zeigt ebenfalls einen nicht ganz so robusten (dafür leichten) Stahlkörper, hat aber den Vorteil der hochwertigen Softouch-Front und (wer’s mag) der Beleuchtung im Dunkeln. Im Innenraum hat man das Gefühl es gibt überall etwas mehr Liebe zum Detail. So sind die Slotbleche hier z.B. wiederverwendbar, die Füße gummiert – damit rutschfest – und die Halterung für Zusatzkarten wirkt deutlich stabiler.
Ansonsten liegen die beiden Gehäuse auf dem gleichen sehr guten Niveau was die Verarbeitung angeht.

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