Crysis 3

2007 hat das deutsche Entwicklerstudio Crytek mit Crysis einen Meilenstein in der PC Geschichte geschaffen. Durch den Einsatz der CryEngine 2 wurden PCs zum schmelzen gebracht und eine bis dato ungesehe Grafikpracht präsentiert. Auch spielerisch konnte das Spiel durch die relativ offene Spielwelt und vorallem den Nanosuit begeistern und hinterlies in der Fachpresse größtenteils einen sehr guten Eindruck. 2011 wurde das Spiel dann auf Basis der neuen CryEngine 3 auch für die Konsolen released. Im gleichen Jahr erschien auch der zweite Teil mit dem neuen Grafikgerüst vom Start weg als Multiplattformtitel. Gerade unter PC-Spielern führte dies zu Enttäuschungen, da sich die Grafik nicht signifikant verbesserte – die Konsolen waren einfach zu schwach um einen großen Sprung zu realisieren (was man später mit einem DirectX-11 und High Res Texture Patch nachsteuerte). 2013 ist nun der dritte Teil erschienen, der die Vorteile des PCs besser nutzen soll und laut Crytek die Hardware wieder zum schmelzen bringt. Doch kann es auch spielerisch überzeugen? Oder ist es nur ein hübscher Blender ohne Charakter?

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Story und Spielwelt:

Wir schreiben das Jahr 2047. 24 Jahre nach den Ereignissen des zweiten Teils spielen wir wieder Prophet. Also der Typ, der sich im zweiten Teil eine Kugel in den Kopf gejagt hat. Klingt komisch? Ist es auch! Aber das ganze fällt wohl in die Kategorie künstlerische Freiheit, denn so richtig versucht Crytek erst gar nicht zu erklären warum der wunderliche Mann immernoch lebt. Der Spieler kehrt wieder nach New York zurück um der C.E.L.L. Corporation endgültig den Gar Aus zu machen. Diese haben aber über der Stadt einen Nanodome, also eine Art riesige Kuppel mit eigenem Ökosystem errichtet und kontrollieren diesen mit aller Gewalt. Zusammen mit eurem Kumpel Psycho (Protagonist in Crysis Warhead), der sichtlich gealtert ist und keinen Nanosuit mehr besitzt, versucht ihr die Typen von der Weltherrschafft abzuhalten. Was auch sonst. Ach ja und Aliens gibt’s dann da auch noch. Die dritte Invasion mitlerweile.
Crytek bekommt zwar keinen Innovationspreis für die Story, nichtsdestotrotz ist sie für einen Shooter (und das ist es ja nunmal in erster Linie) gut erzählt, mit Spannungsbögen, Wendungen und vorallem Dramatik. Ja richtig, der gute Psycho ist verknallt und ein ganz schönes Weichei geworden, der gerne mal rumheult. Das macht ihn aber menschlich und macht die Geschichte interessanter. Die Story stufen wir in die typische Kategorie eines guten Actionsfilms ein. Nicht zu aufdringlich, trotzdem hat sie alles was gute Unterhaltung ausmacht. Denn in erster Linie wird hier geballert.


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