EVGA P55 FTW



Overclocking:

Unsere Erwartungen an das P55 FTW bzgl. Overclocking waren recht hoch, ist es doch gerade auch für diese Zielgruppe designed worden. Nach den ersten Schritten mit dem Board ist klar: wir würden nicht enttäuscht werden. Die Stabilität wurde mit Prime95, Einstellung Custom + FFTs in Place für den BCLK und Modus Blend für den Speicher überprüft.
Das Board reagierte insgesamt kaum „zickig“ und es gelang unsere CPU ohne Probleme mit ihrem maximal stabilen Busclock zu betreiben, welcher leider schon bei 215MHz liegt. Begrenzt haben wir uns dabei auf 1,35vTT. Die PCH-Spannung betrug 1,07V.

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Booten konnten wir das System mit bis zu 223MHz BCLK. Super Pi 32M konnte auch mit 220MHz BCLK ausgeführt werden.

Durch die Messpunkte für die Spannungen nahe des Sockels des P55 FTW konnten wir feststellen, dass die vTT leicht über dem eingestellten Bioswert liegt(+0,025V). Kompensiert man den vDroop der Prozessorspannung, ist der im Bios eingestellte Wert im Idle bereits etwas erhöht. Wird Last angelegt, erhöht sich die vCore etwas. Ungewohnt, aber nicht unbedingt störend. (1,30V im Bios, 1,32V Idle, 1,33V Last)
Auffallend war auch das kurze Abschalten des Boards bei Settings außerhalb der Spezifikationen. Dennoch ist die benötigte Self-Test Zeit für ein Sockel 1156 Mainboard in Ordnung.

Die Temperatur des insgesamt recht kühlen P55 Chipsatz lag stets im grünen Bereich und auch die Spannungswandler wurden nicht zu heiß.

Im Betriebssystem bekommt man Unterstützung durch EVGAs Utility „E-LEET“. Durch seinen schlichten Aufbau und dem komplexen Funktionsumfang erwies es sich als große Hilfe.

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Das EVGA Control Panel V2, kurz ECP V2, ermöglicht das Abschalten von PCI-Express Slots. Dieses Feature ist für Troubleshooting bei Multi GPU Systemen interessant. Der normale Anwender wird davon wohl kaum gebrauch machen. Die Spannungen vCore und vTT lassen sich leider nur um einen festen Betrag (+0,1V) erhöhen.

Aufgrund der Limitierung des Busclocks der CPU konnten wir mit größtem Ramteiler maximal DDR3-2130 stabil erreichen (1075MHz). Die Haupttimings betrugen dabei CL 8-9-8-24 1T mit 1,65V.

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Super Pi 32M ließ sich auch mit DDR3-2200 noch mühelos betreiben

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Insgesamt konnten wir keine Probleme beim Übertakten des Speichers feststellen. Alle Ramteiler liefen ohne Probleme und auch verschieden scharfe CAS Latencies brachten das EVGA P55 FTW nicht in Verlegenheit.

Der Taktgenerator des EVGA P55 FTW von denen gleich zwei verbaut sind trägt die Bezeichnung: ICS9LPRS139AKLF

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