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  1. #1
    AwardFabrik Kernel
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    Standard ASUS RT-N65U mit Padavan Firmware

    Moin,

    ganz unfreiwillig musste ich mich heute etwas in meinen neuen Router und seine Firmwares einarbeiten.

    Grundsätzlich braucht man ja eigentlich immer "nur" 3 Sachen:

    - Signalstärke / Verbindungsqualität / Speed
    - USB-Port - Anzahl - Funktionalität
    - Dienste & Monitore (Samba, NFS, DLNA, VPN, unterstützte Festplattengröße etc)



    Laut vieler Reviews und Meinungen ist der RT N65U ein solides Produkt, teils herrausragend,
    in jedem der 3 Punkte gibt es aber immer wieder abweichende Meinungen. Das imo beste kritische Review hier.

    Also musste der Selbstversuch her - der alte Linksys WAG200G hatte seine besten Jahre hinter sich und für 50€ gebraucht, war es den Versuch wert.
    Die Specs sind völlig ausreichend für einen kleinen Linux-AP / Router und bieten genug Puffer für parallele Anfragen - nur einmal (bei Konfiguration und direktem Anschluss von einem 4-fach USB Gehäuse) ging der Arbeitsspeicher aus und die Oberfläche hing sich auf. Die Internetverbindung lief zwar weiter, aber einer der seltenen Resets musste es richten bis das 4-fach HDD System eingebunden war.



    Der Reihe nach zu den kritischen Punkten:

    Signalstärke / Verbindungsqualität / Speed

    Es gab ein Problem mit der Signalqualität von USB 3.0 und 2.4 GHZ Wifi, da beide auf derselben Frequenz agieren. Ob dies in der Form noch besteht, will ich nochmal testen - für den Moment habe ich in der custom Firmware manuell auf USB 2.0 gedrosselt und keinerlei Probleme.

    Die Signalstärke hat sich im Vergleich mit dem alten Netgear (externe Antenne, selber Standort) deutlich verbessert - allerdings gibt es baulich bedingt weiter "tote Winkel" im Haus. Wahrscheinlich sind die negativen Berichte auf schlechtmöglichste Umgebungen bezogen (Bunker o.ä.?!). In meinem Fall hab ich den Empfang von 5-6k unstabilen auf 10-11 stabile mbit ein Stockwerk tiefer steigern können. Im Garten (ca. 50-70m durch Haus und Hecke) reicht das Netz nun auch noch ein paar Meter weiter und ist dabei deutlich stabiler.

    DLNA zu Smartphone, TV etc. muss ich noch testen - das 5G Netz nutzen auf jeden Fall alle aktuellen Geräte mit entsprechend Geschwindigkeit

    USB-Port - Anzahl - Funktionalität

    Hier ging es mir nur um eines: 4 und 8-fach USB Gehäuse mit 3TB+ (single Partitionen) mussten funktionieren...und daran scheiterte die Default-Firmware. Es wurde nur die erste Platte angezeigt und dementsprechend konnte ich nur diese konfigurieren / sehen.

    Daher habe ich direkt die Custom-Firmware von Andy Padavan installiert.

    Dabei sollte man drauf achten nach der Installation das Telnet abzuschalten und HTTPS zu aktivieren. Auch fällt der Wizard flach, aber das ist in etwa so wie mit dem "erweiterten Bios" von OC-Mainboards...wenn man sich nicht ganz blöd anstellt, kommt man da ohne Probleme durch.

    Nach ein wenig Arbeit war die neue Firmware konfiguriert und alle Platten (inklusive der mit GPT) zeigten sich ohne Zögern.
    Automatisch werden mit aktiviertem NFS alle angeschlossenen Platten direkt freigegeben - von Windows Vista über Win7 bis zu 8.1 haben alle Rechner sich direkt verbinden und ruckelfrei streamen können- perfekt!
    Bei Bedarf kann man nun sogar einen USB-Hub dranhängen und beliebig erweitern - zwar wird auch in der Custom-Firmware nur die erste Platte im Web-Interface angezeigt, in den Shares sieht man die Platten aber und auch im Hintergrund kann man per Console alles managen.



    Das wäre ein weiterer Punkt - die Padavan-Firmware basiert auf einem offenen Linux und die Console ist easy mit jedem Rechner erreichbar jedoch gleichermaßen sicherbar.

    Dienste & Monitore (Samba, NFS, DLNA, VPN, unterstützte Festplattengröße etc)

    Wie geschrieben ist man mit der Custom-Firmware eigentlich völlig offen, daher fallen auch Beschränkungen wie fehlende Erkennung von GPT am einzelnen USB-Port, NFS etc. - hier die Feature-Liste der Full-Build (es gibt auch eine Basic mit ein paar weniger Features)

    Code:
    Full build. 
      mandatory:
        [x] Linux kernel-3.0.101+ (with upstream backports).
        [x] IPv6 full support (native and SIT tunnels).
        [x] NTFS filesystem (Paragon ufsd 8.6 for ASUS).
        [x] FAT16/FAT32/exFAT filesystem.
        [x] EXT4/EXT3/EXT2 filesystem (EXT3/EXT2 via EXT4 driver).
        [x] FUSE kernel modules.
        [x] UVC camera kernel modules.
        [x] NFS kernel modules (NFSv2/3 client/server).
        [x] CIFS client kernel modules.
        [x] IPSET kernel modules.
        [x] LPR printing daemon.
        [x] USB-over-Ethernet printing daemon.
        [x] openssh (BSD SSH client/server).
        [x] sftp (SSH FTP server).
        [x] vsftpd (FTP server).
        [x] samba (SMB server).
        [x] xupnpd (multicast IPTV->UPnP proxy).
        [x] openvpn (security VPN client/server).
        [x] https server for WebUI.
      included:
        [+] minidlna (UPnP/DLNA A/V mediaserver).
        [+] firefly (iTunes audio mediaserver).
        [+] aria2 (multi-protocol download manager).
        [+] transmission (torrent client).
        [+] transmission web control (advanced WebUI for transmission).
        [+] openssl binary (allow generate certificates for openvpn/https).
        [+] tcpdump utility.
        [+] parted utility.
      excluded: 
        [-] QoS kernel modules.
        [-] IFB/IMQ kernel modules.
        [-] USB HID kernel modules.
        [-] XFS filesystem.
        [-] dropbear (SSH client/server).

    Fazit:


    Sehr netter Router, mit Padavan-Firmware erst richtig genial. Gerade für den anspruchsvollen Anwender im Netzwerk-, Storage- und Multi-User Bereich eine günstige Lösung konfigurierbaren Wlan-AP und NAS zu verbinden.
    Gastnetzwerke (sehr einfach), Port-Forwarding, Kontrolle über aktive Dienste etc. lassen sich nach kurzer Einarbeitung sehr komfortabel administrieren. Leider ist der vorgeschaltete (notwendige) O2-Router und die vergleichsweise lahme Leitung jetzt das größere Hindernis im Bereich WAN
    Geändert von SoF (11.09.2014 um 01:17 Uhr)

  2. #2
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    Avatar von stummerwinter
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    Zitat Zitat von Sebastian46 Beitrag anzeigen
    ...

    Edit:
    @SoF: Warum bindet man 12 Festplatten über einen schäbigen Router ein? Bremst doch wie sau oder?
    Hab hier seit ein paar Wochen einen HP Microserver N54L mit Xpenology, also Synology DSM laufen. Astrein.
    Siehste, sowas ist unser ADMIN...
    Zitat Zitat von Stuart Pigotts Weinreisen: PFALZ
    Das verbindende Element unter den Einwohnern der Pfalz ist die gemeinschaftliche Vorstellung ihrer Region als Paradies auf Erden, und dabei spielt der Wein - den sie fast vorbehaltlos postiv sehen - eine bedeutende Rolle.

  3. #3
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    Avatar von fuzz3l
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    Deswegen ist die Seite auch so langsam

    image.jpg

    RaggaMuffin: "ich war zb. ne zeitlang bei awardfabrik unterwegs aber die jungs dort sind zu sehr mit overclocking beschäftigt.
    und für mich persönlich ist das zu monoton und aus diesem grunde hab ich dan auch mein account löschen lassen..."
    massman: "Using a mouse to adjust BIOS settings is like driving a car with automatic transmission. Even if you break all speed records, it's still incredibly gay."

  4. #4
    Avatar von Sebastian46
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    Glaub auch..
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  5. #5
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    Warum schäbiger Router? Im Heimnetzwerk reicht das vollkommen aus um 2-3 Geräte gleichzeitig zu bestreamen. Außerdem ist es mit Custom-Firmware eher ein eigener kleiner Linux-Server.

    Da hier eh fast alles über WLAN läuft hab ich dort sowieso die schmalste Verbindung. Was will ich mir dahinter noch ein vollwertiges 1gbit Intranet aufbauen, wenn ich eh nur bis 12-50mbit real verbinde (kommt drauf an wo man grad ist, wie stark das netz ist, DSL ist eh nur 12mbit)?

    Ist alles eine Aufwand / Nutzen Sache - bevor ich mir hier was von HP hinstelle, bastel ich lieber meine eigene Lösung

    Und wer glaubt die AF läuft in meinem Heimnetz, der wurde wohl mit dem Holzhammer gepudert
    Geändert von SoF (14.09.2014 um 19:16 Uhr)

  6. #6
    Avatar von Sebastian46
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    Ja gut wenn man so ein Sparnetzwerk betreibt mag das reichen
    WLAN ist pfui und nur eine Notlösung für alles was keinen GBit Port hat
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  7. #7
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    "Sparnetzwerk" ist schon irgendwie richtig - ich muss nicht mit 20mb/s stetig Daten schubbsen, aber 10mb/s (nicht mbit) intern dürfen es schon sein...

    Dafür reicht es grad so, kommt aber auch immer wieder an Grenzen - die Gehäuse laufen nicht full Speed intern (Fantec eben...), bringen alles weitere jedoch problemlos zusammen (USB Hub für Platten mit einer Stromversorgung, Anbindung, Wechselbarkeit).

    Hab vorhin nen Stromausfall gehabt und musste nen Checkdisk machen - 2 kaputte Ordner, Filesystem i.O. - Online USV ist erstmal wichtiger, auf alles andere kann ich mich echt verlassen nach ca. 10 TB Daten die ich verschoben hab (Anime, Serien, Filme kommen grad auf neue Platten in dem Zuge).

    Feste Verdrahtung im Haus würde über 4-8 Ports bis 2020 reichen, wenn ich mir denn Kabel lege - WLAN ist atm aber irgendwie zu bequem
    Geändert von SoF (14.09.2014 um 17:12 Uhr)

  8. #8

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    Hallo,

    ich habe obigen Router mit der Padavan Version RT-N65U_3.0.3.9-095_full geflasht, dann eingerichtet, 1x 2,4Ghz Netz, 1x 5Ghz Netz und den Router dann im AP Modus neu gestartet.

    Habe als Zentrale im Flur, wo der Telefon Anschluss ist, ein Router Modem Fritzbox 7312 und dann ein ein DLAN Netz. Im Wohnzimmer steht der Asus Router.

    Die WLAN Netze sind da und funzen. Wollte noch einige Einstellungen vornehmen, Kanäle usw, aber ich komm um´s verrecken nicht mehr in den Router.

    Der Router wird weder in der Heimnetzübersicht der Fritzbox angezeigt, noch im Advanced IP Scanner.

    Was mache ich falsch?

  9. #9
    AwardFabrik Kernel
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    Hat er vllt. seine IP vergessen oder sich eine statische IP in einem ganz anderen Subnetz gegeben?

    Würde als erstes probieren den Router direkt per Crossover mit dem Rechner zu verbinden und warten ob man per DHCP eine IP vom Router bekommt und sich dann verbinden kann.

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