Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    AwardFabrik Kernel
    Administrator
    Avatar von SoF
    Registriert seit
    03.10.1985
    Ort
    c:\windows
    Beiträge
    17.074

    Standard ASUS PB287Q 28 Zoll 4K Ultra-HD Monitor

    Moin,

    diese Woche angekommen und aktuell im Test: einer der ersten (bezahlbaren) 4K Gaming-Monitore von ASUS - das Modell PB287Q.



    Lieferumfang

    - großer Umkarton mit Tragegriff und guter Transportsicherung (Styropor-Innenverpackung)
    - Display und Standfuß
    - DisplayPort-, HDMI-, Audio- und Stromkabel
    - Kurzanleitung und Garantiekarte

    Aufbau / Mechanik

    Die Inbetriebnahme dauert nur wenige Minuten - eine Schraube vereint Monitor und Standfuß, per Displayportkabel geht's zur Grafikkarte.
    Das Gerät wird ohne weiteres Zutun direkt von Win 7 64 bit erkannt und schon strahlen einen gut 8,3 Millionen Pixel an.

    Leider gibt es zahlreiche Berichte, dass der DisplayPort, wenn er einmal im Sleep-Modus war den Dienst verweigert.
    Nachdem die Erstinstallation reibungslos verlief, ereilte mich ebenfalls dieses Phänomen. Aktuell hab ich den Monitor per HDMI angeschlossen, da auch nach mehreren Neustarts kein Ansprechen möglich war, solange der Monitor nicht Primärmonitor ist.

    Das Gehäuse ist absolut sauber verarbeitet, der Standfuß gehört zum Besten was ich in den letzten Jahren gesehen habe - von Acer über Philips bis LG gab es hier die verschiedensten, meist eher schlecht als rechten, Varianten.
    Der einfache (wenn auch etwas klobige) Rechteck-Fuß mit perfekt leichtgängiger Höhenverstellung schlägt sie jdoch alle. Dazu ermöglicht der Fuß eine problemlose Drehung um 90° - in speziellen Anwendungen ein absolutes Plus (professionelle Etikettendrucksoftware, Listen aller Art etc.).

    Bildqualität - Gaming

    Die genauen Tests mit Messgerät folgen, für den Moment sind erste Gamingtests einfach nur beeindruckend - zwar ruckelt es in 4k bei Battlefield 4 mit Ultra-Settings selbst auf einer GTX 970, aber man nimmt es für einen kurzen Moment in Kauf...bis man wahrscheinlich die zweite Grafikkarte bestellt



    Spielen in 4K ist ein absolutes Erlebnis - die Detailschärfe, aber auch die knackigen Farben (nebenbei steht ein Acer V243H) und schnelle Reaktionszeiten sind selbst für den Durchschnitts-Spieler (wenn man das bei fast 300 Stunden BF4 sagen kann...) deutlich spürbar. Alles wirkt ein klein wenig schärfer, alles fühlt sich etwas realistischer an - wenn man seine Hardware in letzter Zeit schon komplett durchgerüstet hat, dann ist ein 4K Monitor die nächste Stufe.

    Einziger Pferdefuss: viele Spiele bieten keine Möglichkeit auszuwählen auf welchem Bildschirm sie starten sollen. Ihr müsst den 4K Monitor also zum Hauptscreen machen. Warum das nicht immer sinnvoll ist - speziell zum einfachen Surfen und Lesen - erläutern wir im Praxisteil.



    Praxis

    Nach diesem überschwenglichen Erlebnis im Gaming ging es zurück zur Arbeit - also ab in ein wenig Web-Code...Dort gingen die Praxisprobleme auch schon los. Die Schrift ist natürlich viel zu klein. Leider kann man diese in Windows nur generell für alle Monitore ändern - also zoomt man sich wenn möglich auf ein angenehmes Maß. Leider bleiben Schaltflächen trotzdem klein.
    Gerade wenn man nicht von jedem Programm die neueste Version hat, die auf solcherlei Auflösungen eventuell schon vorbereitet ist, wird es teils richtig knifflig.

    Der normale Betrachtungsabstand von 70-90cm, den ich normalerweise von meinem FullHD Monitor habe, ist Anfangs auch sehr gewöhnungsbedürftig auf dem Desktop. Im Spiel kann man dadurch sehr gut versinken, aber fürs Arbeiten fast schon Overkill alles im Blick zu behalten. Links sieht man einen Großteil vom FullHD Monitor und wie das Steam-Fenster die gesamte Höhe belegt, rechts wie es sich auf 4K verteilt.



    Die Augen haben sich im Laufe der Jahre natürlich sehr an 2 Monitore und die FullHD Auflösung gewöhnt - vielleicht braucht es eine Weile um wirklich mit der neuen "Pixelmacht" umgehen zu können.

    Generell kam derselbe Gedanke wie beim Samsung SyncMaster T27A300 Test auf - wieviel Monitor verträgt der Schreibtisch überhaupt im Alltag?

    Fazit

    Ich habe viele Monitore besessen, verkauft, profiliert, kalibriert - aber 4K in Form des PB287Q ist schon eine neue Liga.
    Abgesehen von den Praxis-Problemen die sich einfach "per Design" durch so eine hohe Pixeldichte ergeben, kann man dem Monitor selbst kaum was vorwerfen - kleine Details, wie schwer zugängliche Anschlüsse vielleicht (man bekommt das Displaykabel quasi nicht mehr gelöst im aufgebauten Zustand, zerkratzt sich die Hände), oder den äußerst zickigen Display-Port. Wobei hier teils auch der Treiber von Nvidia schuld sein könnte - man kann das inaktive Display nicht ohne weiteres zu 30 Hz zwingen um es "aufzuwecken" (soll ein Work-Around sein), dann wieder auf 60 Hz hochschalten.

    Ansonsten spricht man eigentlich mehr über die Probleme von 4K in der aktuellen Praxis - so wird der zusätzliche Platz aktuell von keiner Website genutzt, weil niemand in 4K surft - schaut man sich die Seiten dann an, muss man kräftig zoomen.

    Ach doch: SPON hat den neuen Platz mit einer ganzseitigen Anzeige gefüllt, wenn ein 4K Monitor erkannt wurde - so war zumindest mein Eindruck, als ich plötzlich die gesamte rechte Spalte (locker ein "HD-Werbeplatz") mit einer Riesen-Werbung zugepflastert bekam...wenn sich das einbürgert, empfehle ich bald wieder in 1024x768 zu surfen
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von SoF (28.11.2014 um 18:05 Uhr)

  2. #2
    AwardFabrik Crew
    Mr. 7 fu***** IB-Hertz!
    Avatar von angoholic
    Registriert seit
    18.12.2008
    Ort
    Tiefkühltruhe
    Beiträge
    2.548

    Standard

    sehr cool..wäre es nicht besser den Desktop nur auf Full HD einzustellen zum Arbeiten?
    "websmile-hört-auf"-Counter: 6 (Stand 12.11.2014)

  3. #3
    AwardFabrik Kernel
    Administrator
    Avatar von SoF
    Registriert seit
    03.10.1985
    Ort
    c:\windows
    Beiträge
    17.074

    Standard

    Zwar geht dann etwas Platz (eigentlich ja der Vorteil) und die maximale Schärfe verloren (native Auflösung ist generell unschlagbar), aber an sich eine gute Idee mal zu testen, welche Auflösung auf dem Desktop denn am sinnvollsten ist. Das setz ich mal direkt auf die ToDo-Liste


    Mit dem Menü und Einstellungen hab ich mich sonst noch gar nicht weiter beschäftigt, werd jetzt gleich erstmal den Farbraum testen

    €: 2560x1440 sieht extrem schwammig aus, 1920x1080 ist ok - kann man nach einiger Gewöhnung mit leben...mit den ICCs muss ich mich grad noch beschäftigen - sowohl in hellen als auch dunklen Farben Vorteile, aber die Mittelachse ist interpretationswürdig...
    Geändert von SoF (05.11.2014 um 22:05 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •