Ivy Bridge 3570/ 3770K Extremoverclocking

Betrachtet man die vergangenen 12 Monate was Prozessoren angeht, schwankt die Stimmung zwischen himmelhoch jauchzend und tief betrübt. Im Anschluss an die Ära der Gulftown-Chips brachte INTEL, wahrscheinlich eher unabsichtlich, eine Plattform auf dem Markt, die es nahezu jedem ermöglichte mit relativ wenig Aufwand Top Scores zu zeigen. Sagen wir, fast jedem, der entweder sehr viel Glück und/oder sehr hohe finanzielle Möglichkeiten hatte. Selbst mit einfacher Wasserkühlung war es möglich, „ganz vorne“ mit zu spielen. Extrem Overclocking mit flüssigem Stickstoff spielte quasi nur noch bei Grafikkarten eine Rolle. Sockel 1155 mit Sandy Bridge-CPUs und Sockel 2011 mit Sandy Bridge-E erwies sich aber nur in einigen Benchmarks, vorrangig im 3D-Bereich, den „alten Gulftowns überlegen.

Viele Gerüchte kursierten im Vorfeld, wie sich der DIE-Shrink von 32 nm auf 22 nm auswirken würde. Erreichten die besten Sandy Bridge CPUs knapp über 6 GHz tauchten vor knapp zwei Monaten erste Benchmarkergebnisse trotz NDA im Internet auf. Bei einer halb öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der cebit zeigte Andre Yang als Mitarbeiter von ASUS live Ergebnisse mit Stickstoffkühlung. Hier deutete sich an, dass mit Ivy Bridge eine neue Ära begonnen hatte. Eine Taktsteigerung auf über 7 GHz war möglich, zu diesem Zeitpunkt allerdings mit ES-CPUs. Quasi mit einem Handstreich wurden natürlich inoffiziell etliche Weltrekorde, gerade im 2D-Bereich, gebrochen.

Aus den Erfahrungen der Vergangenheit stellte sich natürlich sofort die Frage, ob solche Taktraten auch mit Retail-Prozessoren möglich sind. In dem folgenden Artikel möchte wir uns genau mit dieser Fragestellung beschäftigen und besorgten uns Stickstoff um einige CPUs „kalt“ zu machen…

An dieser Stelle möchten wir uns bei ASUS und GEIL bedanken, die es uns ermöglichten die Plattform auf Herz und Nieren unter extremen Temperaturen zu testen.

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