Ivy Bridge iGPU und Lucid Virtu MVP

Mit der Einführung von Ivy Bridge und den dazu passenden Mainboards mit Intels Panther Point Chipsatz (Z77) hat auch ein neues Produkt der Firma Lucidlogix Einzug in den Markt. Die Firma Lucidlogix wird vermutlich dem einen oder anderen etwas sagen, daher hier nochmal ein kurzer Einblick in die Geschichte des Unternehmens.
Vor ca. 2 Jahren war die Firma mit ihrem Produkt Lucid Hydra in aller Munde. Mit einem zusätzlichen Chip auf dem Mainboard soll es möglich sein AMD Radeon Karten mit Nvidia Geforce Karten zu koppeln und so eine gesteigerte Leistung zu erzielen. Dieser Chip wurde aber nur auf wenigen Mainboards überhaupt verbaut und auch die Treiber bzw. die Unterstützung für manche 3D-Anwendungen war nur durch Profile geprägt und funktionierte alles in allem eher schlecht als recht. Neben schlechten Leistungswerten sorgten Darstellungsprobleme dafür, dass dieser Chip heute nicht verbaut wird und wenn man neusten Meldungen Glauben schenken darf, hat Lucidlogix die Weiterentwicklung auch eingestellt.
Jetzt hat die Firma ein neues Produkt in der Pipeline, was ein paar Nachteile ausräumt und alles in allem eine viel problemlosere Nutzung ermöglichen soll. Die Rede ist von Lucid Virtu MVP. Bei dieser Technik wird komplett auf einen zusätzlichen Chip verzichtet, es läuft alles über Software ab. Damit fällt ein Nachteil der alten Hydra-Technik, der erhöhte Kostenaufwand für die Produktion der Mainboards, weg.

Bei Virtu MVP wird der in Ivy Bridge eingebaute Intel HD 4000 Grafikchip dazu benutzt zu überprüfen ob sich das zu berechnende Bild vom vorherigen unterscheidet und um wieviel es sich unterscheidet. Anhand dieser Überprüfung wird der dedizierten Grafikkarte gesagt, ob und wieviel sie neu rendern muss um das neue Bild darzustellen. Und wenn jetzt für ein neues Bild zum Beispiel nur 20% neu berechnet werden müssen anstatt der vollen 100% ist eine Leistungssteigerung um das fünffache festzustellen.
 Aber das ist nicht der einzige Vorteil. Zusätzlich soll es so sein, dass man einstellen kann, dass für die Ausgabe immer die interne Intel HD 4000 zuständig ist und wenn 3D-Anwendungen benutzt werden auf die dedizierten GPU zurückgegriffen wird, die interne GPU aber weiterhin die Ausgabe tätigt, man den Monitor also nicht umstecken muss.
Was bedeutet das für uns als Jäger um das höchste Benchmarkergebnis? Nun ja, erstmal natürlich ein höheres Benchmarkergebnis aber aktuell ist die Community auf Hwbot noch ziemlich zerstritten ob die Benutzung von MVP bei aktuellen Benchmarks erlaubt ist oder nicht. Ein Grund wird sein, dass man je nach Benchmark nicht auf einen Blick erkennen kann ob Virtu MVP genutzt wurde und so ein großer Aufwand für die Ergebnis-Moderation in Kauf genommen werden muss. Daher ist es so, dass auf Hwbot aktuell die Nutzung von Lucid Virtu MVP nicht erlaubt ist.

Trotzdem möchten wir auf der nächsten Seite einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten der Software geben und zeigen welche Leistungssteigerung möglich ist.
Aber starten möchten wir mit einem kurzen Überblick über die Leistungsfähigkeit der integrierten Intel HD 4000 Grafikeinheit.


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