MakerBot Replicator+ und Mini+ im Fokus

Spezifikationen und Impressionen Replicator+

Wer aktuell rund 2400 Euro investieren kann, findet in dem Preisbereich auch Drucker wie den bekannten Ultimaker 2+ oder Cube Pro Duo. Besonders der Ultimaker hat sich in den letzten Monaten einen guten Ruf gemacht und so war es für MakerBot dringend an der Zeit nachzulegen.

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Rein auf dem Papier hätte sich manch einer vielleicht eine Erhöhung des Bauraumes auf 20 cm wie beim Ultimaker 2+ gewünscht. Jedoch zeigt sich in der Praxis, das man sogut wie nie derartig in die Höhe druckt. Stattdessen bietet der Replicator+ seinem Konkurrenten gegenüber nun eine 10% größere Grundfläche, was im täglichen Gebrauch deutlich häufiger von Nutzen ist. Gerade bei mehrteiligen Objekten oder Kleinserien von 4-5 Stück, die man nebeneinander positioniert, ist die Grundfläche fast immer wichtiger als die Höhe.

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Wie schon mehrfach erwähnt war uns besonders die Lautstärke und Stabilität der neuen Geräte noch ein wichtiges Kriterium während unseres ersten Hands-On. Hier hat der Replicator+ definitiv überzeugen können. Man kann sich nun problemlos neben dem Drucker unterhalten ohne sich gleich anschreien zu müssen – der Geräuschpegel im Betrieb wurde mal eben halbiert. Durch die stabilere Bauweise konnte man auch die Beschleunigungen bzw. Geschwindigkeiten etwas anheben. Damit lassen sich (nach Angaben von MakerBot) bis zu 30% Druckzeit bei bestimmten Objekten sparen. Wieviel es am Ende im direkten Vergleich zum Vorgänger im Durchschnitt sind, konnte man jedoch nicht genau sagen.

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Mit dem Konzept verschiedener SmartExtruder für verschiedene Materialien, könnte MakerBot in Zukunft eine führende Rolle übernehmen, wenn man seine eigenen Qualitätsansprüche dauerhaft erfüllt. Den Anfang macht das Tough-PLA mit einem neuen Extruder. Es sind auf jeden Fall weitere Schritte im Materialbereich mit dieser Technologie möglich – wie das aussehen könnte, wollte man uns jedoch auch auf Nachfrage nicht verraten. Wir waren auf jeden Fall beeindruckt von der Belastbarkeit des neuen Materials – auch die Flexibilität wurde deutlich verbessert, wie dieses kleine Video zeigt: